Die Herstellung von Maker’s Mark® Bourbon.

In der Destillerie gibt es einen alten Witz: „Wenn wir es schneller machen könnten, würden wir es nicht machen.“ Denn bei Maker’s Mark produzieren wir jede Flasche einzeln. Jedes Mal. Das gilt heute wie damals, als unsere Gründer unsere erste Flasche abfüllten. Und seither arbeiten wir in der festen Überzeugung, dass Charakter sich nicht mit Maschinen erzeugen lässt.

Small Waterfall at the Maker's Mark Distillery
Small Waterfall at the Maker's Mark Distillery

KALKSTEINWASSER Immer rein.

Der Kalksteinsockel, auf dem die Destillerie liegt, ist der Schlüssel für den einzigartigen Geschmack von Maker’s Mark. Wir sind die einzige Destillerie mit eigener Wasserquelle und Wasserscheide. Kentuckykalkstein filtert das Eisen, das Bourbon sonst eine allzu markante Note gibt, aus dem Wasser heraus. Das reine kalzium- und magnesiumreiche Wasser in der Gegend der Destillerie eignet sich vorzüglich als Trinkwasser und ergibt eine besonders gute Maische, in der die Hefe gedeihen kann.

Straining Maker's Mark Whisky Mash
Straining Maker's Mark Whisky Mash

Ein Hefestamm, älter als Maker’s Mark® selbst

Manchmal ist die beste und frischeste Zutat, die man sich nur wünschen kann, ein vererbter, über 150 Jahre alter Hefestamm. Dieser gehütete Mikroorganismus wurde tatsächlich an jede Flasche Maker’s Mark weitergegeben, die je produziert wurde. Wäre es einfacher gewesen, auf billigere Hefe umzusteigen, wie es zu einer bestimmten Zeit alle anderen taten? Sicherlich. Aber nicht besser. Und es wäre nicht Maker’s Mark.

Die Hefe fermentiert in Tanks, die ursprünglich aus der alten Burks Destillerie stammen, noch vor der Zeit von Maker’s Mark. Sie sind aus über hundertjährigen Zypressenbohlen hergestellt. Zypresse ist heutzutage schwer zu bekommen – aber es ist das ideale Holz, da es den Geschmack von Maker’s Mark nicht beeinflusst.

Stills at the Maker's Mark Distillery
Stills at the Maker's Mark Distillery

Unsere doppelten Destillationsanlagen

Diese glänzenden Kupferkessel sehen nicht nur überwältigend aus, sondern sie sind auch das Herzstück unseres doppelten Destillationsprozesses, der Verunreinigungen entfernt – für einen feineren Whisky, auch zum Pur-Trinken. Als die Nachfrage stieg, fertigten unsere Freunde von Vendome Copper & Brass Works eine exakte Nachbildung unserer Originalkessel an und halfen uns, eine abgefahrene Spiegelillusion in unserem Stillhouse zu schaffen. Dank des zweiten Kessels können wir jeden Tropfen Maker’s Mark immer noch so herstellen, wie Bill es sich gedacht hatte.

Der perfekte Auskohlungsgrad.

Es sind nur 40 Sekunden Feuer, mit denen der für Maker’s Mark übliche dritte Auskohlungsgrad erreicht wird. Beim Brennen der Fässer öffnen sich die Poren in den Stäben, wobei der natürliche Holzzucker karamellisiert. So erhält Maker’s Mark seine angenehmen Vanillenoten. Doch bevor das Auskohlen möglich ist, muss die Küferei (das Fassbauunternehmen) die neue amerikanische Weißeiche für unsere Fässer, neun Monate, darunter einen Sommer, im Freien „trocknen“. Dadurch verschwinden die bitteren Tannine aus dem Holz, die sonst in den Bourbon übergehen würden.

Fassdrehung von Hand.

Wir drehen unsere 238 Kilogramm schweren Fässer von Hand, um sicherzustellen, dass sie den unterschiedlichen Temperaturen im Lagerhaus angemessen ausgesetzt sind. So können wir sicher sein, dass die Fässer einander gleichen. Wir unterscheiden uns in dieser Vorgehensweise von anderen Destillateuren, die diese Praxis längst aufgegeben haben. Die Fässer verbringen mindestens drei heiße Kentuckysommer im oberen Bereich des Lagerhauses, wo sich der Whisky durch das Holz ausdehnt und an Farbe und Geschmack gewinnt. Im Rahmen von Verkostungen wird entschieden, wann der Whisky bereit ist, in einen kühleren Bereich zu wechseln, damit er nicht zu schnell reift.

DIE VARIATIONEN ERKUNDENDie Fertigung jeder Abfüllung von Maker’s Mark®

Für den Geschmack gereift

Reifung

Maker’s Mark sagt uns, wann er fertig ist, nicht umgekehrt. Anders als die meisten anderen Destillerien gibt sich Maker’s Mark nicht damit zufrieden, einfach nur einen Wecker zu stellen. Darum ist Reife bei uns eine Frage des Geschmacks ist, nicht eine Frage der Zeit. In der Regel dauert es zwischen sechs und sieben Jahren, bis unser Whisky fertig ist.

Dosierung

Unser Master Distiller und eine Expertenverkostungsgruppe entscheiden, wann der Whisky fertig ist. (Könnte man sich eine tolleren Arbeitsplatz vorstellen?) Sobald der Bourbon dem hohen Maker’s Mark-Standard entspricht, wird das Fass ausgesondert und zu Chargen vermischt. Von dort aus nimmt die Flüssigkeit einen von vier Wegen.

Maker's Mark

Der klassische Maker’s Mark beginnt als Bourbon in Fassstärke, wird dann kalt gefiltert und anschließend mit 45 Vol.-% Alkohol auf unser optimales Geschmacksprofil verdünnt. Er wird in Flaschen abgefüllt und dann von einem Mitarbeiter unserer Dipping-Line in unser charakteristisches rotes Wachs getaucht – genau so, wie wir es schon bei der ersten Flasche getan haben.

Maker's Mark 46™

Maker's Mark 46 ist unser erstes neues Produkt seit 60 Jahren und das erste unserer Holzveredelungsserie. Die Produktion ist zu Beginn identisch mit der des klassischen Maker’s Mark, der Maker’s Mark 46 reift dann allerdings länger. Außerdem fügen wir den Fässern jeweils zehn angeflammte französische Eichenstäbe hinzu und lagern sie im Anschluss in unserem Kalksteinkeller. Dieser Schritt sorgt für den einzigartig kühnen und geschmeidigen Maker’s Mark-Ausdruck.

Maker's Mark® Private Selection

In Fassstärke abgefüllt – mit 54 bis 57 Vol.-% – wird Private Selection aus fünf verschiedenen Holzstabtypen zusammengestellt, die von unseren Handelspartnern ausgewählt werden. Die Stäbe werden in ein Fass gesteckt, das weitere neun Wochen in unserem Kalksteinkeller lagert, wo wir die Temperatur bei kühlen zehn Grad Celsius halten. So kann der Bourbon den Geschmack aus den Stäben ziehen, ohne sich jedoch zu weit in das Holz auszudehnen oder bitter zu werden. Private Selection bietet über 1.000 mögliche Kombinationen, alle mit einem einzigartigen Finish und einem kräftigen Geschmack.

Wachs

Ähnlich wie in Margies Küche vor vielen Jahrzehnten wird Maker’s Mark auch heute von Hand in 204 Grad heißes, rotes Wachs getaucht. Sie können immer noch die verschiedenen Eintauchtechniken der Mitarbeiter unserer Dipping-Line beobachten, vom vorsichtigen Eintaucher bis zum sachlichen Tunker. Sie können sogar Ihre eigene Technik entwickeln, indem Sie Ihre eigene Flasche Maker’s Mark in der Destillerie in Wachs tauchen.

Etikettenschneider

Unsere unverwechselbaren Etiketten – ein weiteres Unikum von Margie Samuels – werden wie eh und je auf einer handgeführten Druckmaschine vom Typ 1935 Chandler & Price geschnitten. Sie zählt zu den langjährigen treuen Helfern von Maker’s Mark. Als das Original irgendwann seine beste Zeit hinter sich hatte, kam für uns nur eine exakte Kopie als Neuanschaffung infrage. Sie präsentiert sich beziehungsweise arbeitet unter Hochdruck im Etikettierraum unserer Destillerie.

Sehen Sie selbst, wo Maker’s Mark® hergestellt wird…

… und schmecken Sie es auch. Zwar sind einige moderne Annehmlichkeiten hinzugekommen, doch ist die Destillerie von Maker’s Mark wie eine perfekt erhaltene Zeitkapsel. Dort läuft die Arbeit immer noch so wie schon 1953. Schauen Sie es sich irgendwann mal an.

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Lantern Shining on building in the Distillery
Lantern Shining on building in the Distillery